28.08.2016

Go Sau - die Zweite



Der sechste Tag: Dienstag

Auch der freie Tag begann für uns sehr früh -
wir kamen aus unseren Betten nur mit großer Müh.
Jedoch saßen die Schmerzen heute sehr tief
weil uns die liebe Ciara verließ.
Somit wünschen wir hier
eine gute Besserung dir.
Im Eilgang sind wir losgestartet, aber es dauerte nicht lang
denn mitten auf der Reise nach Gosau wurde uns plötzlich Angst und bang.
Der Berg beschloss seine Steine zu verlieren
um uns die Fahrbahn zu blockieren.



 
Unsere Deutsche hat dadurch viele Fragen
z.B. warum wir Ösis die Berge nicht im Griff haben?
Nach zehn Minuten ging es weiter – froh und heiter,
denn angetrieben wurde unsere Reis‘
von der Hoffnung auf a gscheite Eierspeis.
Wir bezogen Stellung in unserem neuen Quartier
ein feines kleines Haus, mit Spülmaschine und Klavier.
Mit Speck und Eiern wurde unser Brunch nun vollendet
vom vollen Tisch wurden wir beinah verblendet.
Nach dem Essen wurde eine Pause gemacht
es herrschte Ruhe – bis am Balkon die Liege kracht.
Mit Sack und Pack machten wir uns auf zum Gosausee
denn der liegt hier ganz in der Näh‘.




Mit Proteinshake und Topfen im Gepäck
unternahmen wir alles gegen den Speck.
Im Minutentakt wuchs der Bizeps heran
das ist doch der Traum von jedem Mann.
Sportlich wie wir alle sind
verließen uns die Kräfte g‘schwind.






Auch am freien Tag gingen wir nach unseren Pflichten
um den vorherigen Blog zu dichten.
Währenddessen schoaslt da Hias pausenlos
do woa des Nosnrümpfn ziemlich groß.
Zomgfosst konn ma sogn
wir lernen uns in Liebe zu ertrogn. ;)
Der siebte Tag: Mittwoch

Am Mittwoch ham ma den Tag mit Frühstück g‘start
Speck und Eierspeiß woa auf jedem Teller parat.
Danach haben ma die wunderschöne Gosau entdeckt
bei dera „Wanderung“ samma fast verreckt.
G‘start haben ma mit am Gebetsspaziergang
und natürlich fehlt dabei nie da Lobgesang.
Auf amoi kummt auf unsren Wegen
uns a Mann entgegen!
Oft setzt er sich hin und spiel für uns lang
„After Se Goldrush“ von Neil Young.
Wir haben erm aber von Jesus erzählt
und dann hat er (hoffentlich) gmerkt dass erm was fehlt.
Des Gespräch kommt erm aber sicher noch öfter unter
denn ihm rann sogar a Träne runter.
Danach bestritten wir steile Stufen
um nach den Schafen zu rufen.
Oben angekommen bei der Kapelle
beteten wir an Ort und Stelle.






Danach wurden wir herzlichst von Esther (Pfarrerin von Gosau) empfangen
und erst als wir satt waren sind wir gegangen.
Schon bald begann dann der Aufbau für den Jugendabend
für den wir den Hons herbestellt haben.
Die Mehrzahl der Gäste waren Asylanten
die Jesus noch nicht kannten.
Natürlich gabs wieder a Lagerfeuer
des machten wir recht oft schon heuer.
Der achte Tag: Donnerstag

Katrin kreierte in der Früh unser Essen
die Pancakes werden wir so schnell nicht vergessen.
Danach probten wir ein kurzes Stück
und bei der Probe hatten wir sogar sehr viel Glück.





David bereitete seinen Input vor
und Damaris schob einen Auflauf ins Rohr.
Beim Aufbau unsres Essens für den Abend
kam Heinrich aus dem Altersheim und stellte keine Fragen.
Er hat einfach vom Bistro gefressen
denn im Altersheim bekommt er nichts zu essen. ;)
Außerdem hat er sich bei der Hütte erleichert
und damit unseren Humor bereichert.
Am Abend veranstalteten wir ein Wuzzlerturnier
diesmal jedoch ohne Bier.
Christoph und David haben das Turnier gewonnen
und somit eine „Reach Aut Gewinner-Ära“ begonnen.
Nachdem nur die Flüchtlinge da waren
wollten wir uns das Theaterstück sparen.
Beim Input passten sie aber wirklich auf
und danach waren sie echt gut drauf.



Sie lernten uns ein Spiel wo man sich gegenseitig haut
und keiner mit Mitleid auf den andren schaut.
Auf dem Heimweg zu unsrer Bleibe
legten wir uns auf die Steine
um noch Sternschnuppen zu schauen
jedoch interessierte dies nur die Frauen.
Es gab wiedermal Lagerfeuer mit  Würstchen und Baguette
und deshalb fielen wir am Abend alle müde ins Bett.
Freitag
Auch am Freitag gab es Pancakes
da fragte niemand nach den Fitness-Flakes.



Nach dem Frühstück frisch und munter
setzten wir uns auf die Terrasse runter.
Die Bibel, die gibt jedem was,
so macht das Diskutieren Spaß.
Der Tagesplan, der trieb uns weiter,
die Stimmung war jedoch nicht sehr heiter.
Als Damaris begann, sich aufzuregen,
schaffte sie es, unsere Hintern zu bewegen.
Also ging es jetzt auf die Straße raus,
unser Motto hieß: von Haus zu Haus!
Nein, Spaß, wir spazierten rum in Goisern,
die Leute kamen sogar aus den Häusern.
Dann ging es weiter zum Konfi-Event,
doch viele Konfis haben das wohl verpennt.
Doch Gott, der hatte nen anderen Plan,
das merkten wir, als ein Flüchtling nach dem anderen kam.

Mit Lagerfeuer und Spielen am Strand
lag der Spaß schon auf der Hand.
Leiwand waren die späten Stunden
Zeugnisse und Gebet machten ihre Runden.
Pfiat di! sagen fiel uns schwer,
wir kommen gerne wieder her!
Samstag:
Der letzte Tag war nun angebrochen,
nach und nach kamen sie aus ihren Betten gekrochen.
Ein Ausflug stand für heute am Programm:
Marschieren sollten wir, aber richtig stramm!
Unsere Lini war so engagiert,
sie hat sogar den Hias motiviert.
Er kämpfte und kämpfte und gab doch nicht auf,
bis auch er ihn schaffte, den Weg hinauf.

Die Ebnerhütte war unser Ziel, müde und fertig kamen wir dort an.
Zum Essen bestellten wir uns Hauptsache viel und unser Hunger zerrann.
Mit Griesmuß, Kaiserschmarren und Suppen mit Kaaspressknedl
stieg uns die Müdigkeit bis in den Schädl.


Sofort belegten wir die zwei Hängematten
und hielten für a halbe Stund unsere Pappen.


Schließlich mussten wir dann aber doch hinunter,
bei der Ankunft unten am See wurden unsere Gemüter wieder munter.
Eine kühle Erfrischung tat uns sehr gut,
allen, die zuvor schwitzten Wasser und Blut.
Mit neuer Kraft brachen wir auf
aber nahmen nur noch den Weg zu unseren  Betten in Kauf.
Nach zwei Pizzen kam die Feedbackrunde,
sie dauerte diesmal frei eine Stunde.
Sehr fröhlich, sehr lustig und sehr konstruktiv
manch ein Kopf hing vor Lachen schief.
Wir genossen unsere gemeinsame Zeit
mia kemmen gern wieder, uns hats echt gfreit.